Bayern
17 Städte · von München bis Passau
Städte in Bayern
Wetter und Klima in Bayern
Bayern ist klimatisch das vielfältigste Bundesland: von den warmen Niederungen des Mains über das gemäßigte Donautal bis zu den kalten, schneereichen Alpen und dem warmen Föhn, der innerhalb von Stunden das Wetter kippen kann.
Was bestimmt das Wetter in Bayern?
Bayern ist flächenmäßig das größte Bundesland und reicht vom Mainviereck im Nordwesten über die Fränkische Alb, das Donautal und das bayerische Hügelland bis zu den Alpen im Süden. Diese Nord-Süd-Erstreckung von über 400 Kilometern und der Höhenunterschied von knapp 200 m in Unterfranken bis knapp 3.000 m in den Alpen machen das Land klimatisch extrem vielfältig — es gibt nicht das eine bayerische Wetter, sondern mindestens vier verschiedene.
Drei Kräfte prägen das Wetter: die Alpen als massiver Wetterspeicher und Staulage im Süden, die Donau als west-östliche Schneise für milde und kalte Luftmassen, und die Mittelgebirge (Rhön, Fichtelgebirge, Fränkische Alb) als kleinräumige Wetterscheiden im Norden. Der Süden ist atlantisch bis alpin geprägt, der Norden eher kontinental. Die häufigste Windrichtung ist westlich, doch wenn ein Tief über dem Mittelmeer liegt, strömt feucht-warme Luft von Süden heran — die berüchtigte Vb-Wetterlage, die im Mai 1999 und im Juni 2013 zu katastrophalem Dauerregen an Donau und Alpen führte.
Wie ist das Klima in Bayern?
Das Klima reicht von relativ warm bis ausgesprochen kalt. Die wärmsten Regionen sind das Maintal um Würzburg und das Donautal — hier liegen die Jahresmittel bei rund 10 bis 11 °C, der Wein gedeiht, und die Sommer können heiß werden. München und das Voralpenland sind mit 8 bis 9 °C schon merklich kühler. Die Alpen schließlich sind mit Jahresmitteln unter 5 °C das kälteste Gebiet Deutschlands; die Zugspitze kommt auf nur rund −3 °C im Jahresmittel.
Bayern hält mehrere deutsche Wetterrekorde: hohe Temperaturen über 40 °C in Hitzewellen, die tiefste (−45,9 °C am Funtensee 2001) und die schneereichsten Niederungen. Der Niederschlag reicht von unter 600 mm im mainfränkischen Regenschatten über rund 900 mm in München bis zu über 2.000 mm in den Alpen — das Allgäu und die Berchtesgadener Alpen gehören zu den niederschlagsreichsten Gebieten Deutschlands. Eine Besonderheit ist der Föhn: ein warmer, trockener Fallwind aus den Alpen, der die Temperatur in München innerhalb weniger Stunden um 10 Grad steigen lässt und die Sicht auf bis zu 200 km klärt — gleichzeitig treibt er die Waldbrandgefahr im Voralpenland steil nach oben.
Welche Städte und Räume prägen das Wetterbild?
München ist mit 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands und Sitz der Staatsregierung; das Wetter hier ist geprägt vom nahen Alpenrand — Gewitter erreichen München oft früher als das Flachland, und der Föhn kann die Stadt innerhalb von Stunden von trüb auf strahlend blau kippen. Nürnberg, Fürth und Erlangen im Norden sind kontinentaler: kältere Winter, heißere Sommer, mehr Sonne. Augsburg und Ingolstadt liegen im Donautal und profitieren von dessen Wärmespeicher.
Würzburg in Unterfranken ist die wärmste Großstadt Bayerns und eines der deutschen Weinbauzentren — hier reifen Trauben, die im Alpenvorland undenkbar wären. Regensburg und Passau an der Donau kennen die Hochwasserspitzen, die das Vb-Wetter auslösen kann. Und das Allgäu mit Kempten und den Alpengemeinden ist der Wintersport- und Niederschlagsschwerpunkt: Wer hier lebt, rechnet fest mit Schnee, Föhn und intensiven Sommergewittern — die Bergrettung hat im Sommer und Winter Hochsaison.
Wann kommt welches Wetter in Bayern?
Der Frühling kommt in Unterfranken schon im März in Gang, erreicht das Voralpenland aber erst im April und die Alpen oft erst im Mai — Spätfröste bis in den Juni sind in den Höhenlagen normal. Der Sommer bringt in den Niederungen Höchstwerte um 24 bis 28 °C, in Maintal und Donautal regelmäßig über 30 °C und in Hitzesommern bis über 37 °C. Gewitter sind im Sommer häufig und heftig, besonders im Allgäu und im Voralpenland — die Topografie wirkt wie ein Kondensator.
Der Herbst ist oft der schönste Abschnitt: wenn der Hochnebel im Flachland aufreißt, steht der Alpenrand in klarer Sicht — der berühmte Altweibersommer. Der Winter schließlich spaltet das Land: im Maintal bleibt es meist grün und trüb, in München gibt es mehr Schnee, und in den Alpen liegt eine schneesichere Decke, die Skisaison läuft von Dezember bis Ostern. Wer ins Gebirge fährt, sollte Lawinenlage und Wetterbericht verbinden — der Föhn kann innerhalb von Stunden eine Idylle in Gefahr verwandeln.
Regionalklima: redaktionell aufbereitet nach Daten des Deutschen Wetterdienstes und geografischer Lage. Die aktuelle Vorhersage oben stammt aus dem DWD-ICON-Modell über Open-Meteo.
Amtliche Warnungen
Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes gelten kreisweise. Die aktuellen Warnungen für Ihren Ort finden Sie auf der SeiteWarnungen.
Pollenflug
Der DWD gibt den Pollenflug-Gefahrenindex regional aus — fürPollenflug wird die Region Ihres Ortes automatisch gewählt.
Regenradar
Das Live-Radar zeigt Niederschläge über ganz Deutschland — sehen Sie, wann ein Schauer Bayern erreicht, auf der Wetterkarte.