Hessen
12 Städte · von Frankfurt am Main bis Bad Homburg vor der Höhe
Städte in Hessen
Wetter und Klima in Hessen
Hessen liegt in der Mitte Deutschlands mit Rhein-Main als warmer Niederung, dem Taunus als Wetterscheide und den Mittelgebirgen im Norden — gemäßigt, wechselhaft, mit regional klaren Unterschieden.
Was bestimmt das Wetter in Hessen?
Hessen liegt in der Mitte Deutschlands und reicht vom Rheingau und dem Rhein-Main-Gebiet im Süden über den Taunus, den Westerwald-Ausläufer und das Lahn-Dill-Bergland bis nach Nordhessen mit Kellerwald, Knüll und Rhön. Diese Lage zwischen dem wärmegeprägten Rhein-Main-Tiefland und den kühleren Mittelgebirgen erzeugt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle im Wetter — wer von Frankfurt nach Kassel fährt, kann im Winter innerhalb von zwei Stunden von grün zu verschneit wechseln.
Die vorherrschende Windrichtung ist westlich, und die atlantischen Tiefdruckgebiete erreichen Hessen in der Regel schon etwas abgeschwächt, weil die Eifel, der Hunsrück und der Taunus vorher Regen abfangen. Das Rhein-Main-Tiefland wirkt als warmer Korridor für milde Luft, während die Mittelgebirge Niederschlag stauen und Kaltluft binden. Der Taunus ist dabei eine besonders markante Grenze: auf der Südseite (Frankfurt, Wiesbaden) deutlich milder, auf der Nordseite (Limburg, Usingen) kühler und schneereicher.
Wie ist das Klima in Hessen?
Das Klima ist gemäßigt und ozeanisch geprägt, mit regional deutlichen Unterschieden. Das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands abseits des Oberrheingrabens — Jahresmittel um 11 °C, heiße Sommer mit Höchstwerten über 30 °C, und eine ausgedehnte Vegetationsperiode, in der sogar Wein und Pfirsiche reifen. Kassel im Norden, Fulda und die Höhen der Rhön sind merklich kühler, mit Jahresmitteln um 8 bis 9 °C und deutlich mehr Frosttagen.
Der Niederschlag verteilt sich gleichmäßig über das Jahr, mit einem leichten Sommermaximum durch Wärmegewitter. Jahressummen reichen von rund 600 mm im Regenschatten des Taunus nördlich von Frankfurt bis über 1.000 mm in der Rhön und im Vogelsberg. Eine Besonderheit ist die Hitzeinselfenstern Frankfurts: An heißen Sommertagen kühlt die Innenstadt nachts kaum ab, und die Lufthygiene leidet unter austauscharmen Wetterlagen — wer lungempfindlich ist, sollte an Ozonwarnungen im Sommer denken.
Welche Städte und Räume prägen das Wetterbild?
Frankfurt am Main ist die größte Stadt Hessens und das wirtschaftliche Zentrum; das Wetter hier ist geprägt von der Rheinebene und der Wärmeinsel der dichten Bebauung. Wiesbaden und Mainz (Rheinland-Pfalz, aber unmittelbar gegenüber) teilen dieses milde Kleinklima. Darmstadt und Offenbach sind ähnlich warm. Kassel im Norden liegt im Fuldatal und ist das Gegenstück: kühler, niederschlagsreicher, mit längerem Winter.
Fulda im Osten ist eine der kältesten hessischen Städte — es liegt in einer Kaltluftwanne, in der sich im Herbst und Winter Frost und Nebel sammeln, und erste Fröste kommen oft schon im September. Marburg und Gießen im Lahnthal sind gemäßigt-studentisch geprägt, Wiesbaden als Kur- und Landeshauptstadt zeigt das milde westliche Profil. Wer aus Frankfurt ins Rothaargebirge oder in die Rhön fährt, sollte im Winter mit echtem Winterwetter rechnen — die kurze Distanz täuscht über große klimatische Sprünge hinweg.
Wann kommt welches Wetter in Hessen?
Der Frühling startet im Rhein-Main-Gebiet oft schon Anfang März mit ersten 15-Grad-Tagen, während Nordhessen und die Höhen zwei bis drei Wochen zurückliegen. Der Sommer bringt in Frankfurt und Wiesbaden Höchstwerte um 25 bis 29 °C und regelmäßig Hitzetage über 35 °C in Hitzejahren; im Bergland und in Nordhessen bleibt er drei bis fünf Grad kühler. Schwüle Gewitter gehören zum Sommer in Hessen, wenn feuchte Mittelmeerluft herantransportiert wird.
Der Herbst ist im Rheingau und am Mittelrhein oft golden — der Weinlese-Herbst mit milden Tagen und klaren Nächten. Im Bergland beginnt die Nebelsaison, in der sich Kaltluft in den Tälern hält und die Höhen darüber sonnig bleiben. Der Winter ist im Rhein-Main-Gebiet meist mild und schneearm, in Nordhessen und in den Mittelgebirgen mit echtem Winter mit Schneedecke und Frosttagen zu rechnen. Wer Skifahren will, findet in der Rhön und im Vogelsberg mögliche, wenn auch nicht immer schneesichere Bedingungen.
Regionalklima: redaktionell aufbereitet nach Daten des Deutschen Wetterdienstes und geografischer Lage. Die aktuelle Vorhersage oben stammt aus dem DWD-ICON-Modell über Open-Meteo.
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