Wetter Niedersachsen

Niedersachsen ist das größte Flächenland und reicht von der Nordseeküste über das Binnenland bis zum Harz — maritime Milde, weite Ebenen und als einziges Mittelgebirge den schneereichen Harz. Aktuelle Vorhersage für 20 Städte — von Hannover bis Langenhagen. Live-Daten, stündlich und im 10-Tage-Trend.

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Niedersachsen

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Klima & Wetter

Wetter und Klima in Niedersachsen

Niedersachsen ist das größte Flächenland und reicht von der Nordseeküste über das Binnenland bis zum Harz — maritime Milde, weite Ebenen und als einziges Mittelgebirge den schneereichen Harz.

Was bestimmt das Wetter in Niedersachsen?

Niedersachsen umgibt Bremen und Hamburg und reicht von der Nordseeküste (Ostfriesland) im Nordwesten über das norddeutsche Tiefland und das Weser- und Leinetal bis zum Harz im Süden. Mit knapp 47.600 km² ist es das größte deutsche Flächenland, und der Höhenunterschied zwischen dem Watt bei Emden (knapp über NN) und dem Brocken (1.141 m) ist mit über 1.100 m erheblich — trotzdem dominiert flach weithin das Landschaftsbild, und das Wetter wird wesentlich vom nahen Meer und den großen Westwindwetterlagen geprägt.

Die Nordseeküste hat maritimes Klima: der Einfluss der Nordsee mildert Temperaturen, der Gezeitenwechsel und die Salzwattänge formen die Witterung. Richtung Osten und Süden nimmt der kontinentale Einfluss langsam zu, aber erst der Harz als einziges nennenswertes Mittelgebirge bildet eine echte Wetterscheide — an seiner Nordwestseite stauneniederschlag, an der Südostseite der Regenschatten. Winters machen sich die großen Tieflagen oft durch Hochnebel und Frostseen bemerkbar.

Wie ist das Klima in Niedersachsen?

Das Klima ist ganz überwiegend ozeanisch mit milden Wintern, mäßig warmen Sommern und ganzjährig verteiltem Niederschlag. Die Jahresmittel liegen an der Küste bei rund 9 bis 10 °C, im Binnenland bei 9 bis 10 °C, und im Harz niedriger, auf dem Brocken bei rund 3 °C. An der Küste bleiben Frosttage seltener, im Binnenland gibt es mehr davon — und im Harz gilt ein hochmontanes Klima mit langer Schneesaison und früher einsetzendem Frost.

Der Niederschlag reicht von rund 700 mm im Regenschatten östlich des Harz (z. B. im Wendland) bis über 1.600 mm auf dem Brocken. Die größte Besonderheit ist der Wind: An der Küste weht er häufig und kräftig, und Sturmtiefs im Herbst und Winter können hier Stärken über 100 km/h erreichen. Im Binnenland ist es deutlich ruhiger. Eine weitere Eigenheit sind die ausgedehnten Hochnebellagen im Herbst und Winter, wenn sich über dem kalten Flachland eine Kaltluftschicht mit Nebel hält, während die Sonne darüber scheint — der klassische November in Hannover und Braunschweig.

Welche Städte und Räume prägen das Wetterbild?

Hannover ist die Landeshauptstadt und das urbane Zentrum; das Wetter hier ist repräsentativ für das niedersächsische Binnenland — gemäßigt, wechselhaft und selten extrem. Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter im Südosten sind kontinentaler: heißere Sommer, kältere Winter. Oldenburg und Emden sind nordwestlich geprägt — windiger, milder, nebliger und mit deutlich weniger Hitzetagen als im Binnenland.

Osnabrück, Göttingen und Hildesheim liegen am Übergang zum Hügel- und Bergland und bekommen schon mehr von der Stauniederschlägen des Harz mit. Goslar und Braunlage schließlich sind die wintersportlichen Aushängeschilder — am Brocken und in den Hochlagen liegt Schnee oft von November bis April, und die Schneehöhen können mit denen des Sauerlandes mithalten. Wer im Sommer durchs Wendland oder die Lüneburger Heide wandert, erlebt das andere Ende: weite, warme und niederschlagsärmere Räume, in denen Trockenheit im Juli ein echtes Thema werden kann.

Wann kommt welches Wetter in Niedersachsen?

Der Frühling kommt von Westen und bringt zunächst an der Küste die ersten wärmeren Tage, die sich zögerlich ins Binnenland vorarbeiten — im März weht oft noch ein frischer Wind. Der Sommer ist gemäßigt warm, am heißesten im südlichen Binnenland um Braunschweig und Hannover mit Höchstwerten um 24 bis 27 °C und gelegentlich über 30 °C, an der Küste meist drei bis fünf Grad kühler. Gewitter sind im Sommer häufig, besonders im Übergang zum Harz.

Der Herbst ist wechselhaft und an der Küste sturmanfälliger — viele der starken Herbststürme treffen Niedersachsens Küste zuerst. Im Binnenland dominieren ausgedehnte Hochnebellagen, die den November zum trübsten Monat machen. Der Winter ist im Flachland meist mild und schneearm, im Harz dagegen schneereich und sportlich — für Skifahrer ist der Harz das zuverlässigste Wintersportgebiet Norddeutschlands. Wer mit dem Auto in den Harz fährt, sollte von November bis April Winterreifen als Standard ansehen.

Regionalklima: redaktionell aufbereitet nach Daten des Deutschen Wetterdienstes und geografischer Lage. Die aktuelle Vorhersage oben stammt aus dem DWD-ICON-Modell über Open-Meteo.

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