Nordrhein-Westfalen
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Städte in Nordrhein-Westfalen
Wetter und Klima in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen liegt im Übergang zwischen maritimem Nordseeklima und kontinentalem Einfluss — windig, mild, niederschlagsreich und mit deutlichen Unterschieden zwischen Rheinland und Münsterland.
Was bestimmt das Wetter in Nordrhein-Westfalen?
Nordrhein-Westfalen ist mit rund 18 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Bundesland und liegt im Westen Deutschlands an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Geografisch zerfällt es in drei Räume, die das Wetter jeweils anders prägen: die rheinische Tiefebene mit dem dicht besiedelten Ruhrgebiet und dem Kölner Raum, die Mittelgebirge im Süden (Eifel, Sauerland, Siegerland, Rothaargebirge) und das norddeutsche Tiefland mit dem Münsterland und der Westfälischen Bucht.
Die vorherrschende Windrichtung ist westsüdwest, und genau das ist der Schlüssel zum NRW-Klima: Die feuchte Atlantikluft strömt ungehindert über die Niederlande und die norddeutsche Ebene heran, weil kein Gebirge im Weg steht. Deshalb ist das Klima hier ganzjährig mild, feucht und wechselhaft — die großen Westwindwetterlagen mit Tiefdruckgebieten über der Nordsee treffen NRW meist als Erstes. Die Mittelgebirge im Süden bilden die einzige nennenswerte Wetterscheide: An ihrer Luvseite staunt sich der Niederschlag, an der Leeseite wird die Luft trockener.
Wie ist das Klima in Nordrhein-Westfalen?
Das Land hat ein ozeanisch geprägtes Klima mit kleinen Jahresschwankungen. Die mittlere Jahrestemperatur liegt im Kölner Raum bei rund 11 °C und gehört zu den höchsten in Deutschland — der Rhein und die dichte Bebauung speichern Wärme, und die Eifel als Regenfanggebiet hält Kaltluft auf der Leeseite von Köln und Bonn fern. Im Münsterland und in den höheren Mittelgebirgen ist es ein bis zwei Grad kühler. Das Sauerland ist mit Höhen bis 840 m die kälteste Region und einer der schneereichsten Orte Nordwestdeutschlands, während am Rhein Schnee selten länger liegen bleibt.
Der Niederschlag verteilt sich recht gleichmäßig über das Jahr, mit einem leichten Sommermaximum durch Wärmegewitter und einem Herbstmaximum durch die Atlantiktiefs. Jahressummen zwischen 750 mm im Regenschatten der Eifel und über 1.400 mm im Sauerland zeigen, wie stark die Mittelgebirge den Regen ordnen: Wer in Köln lebt, bekommt deutlich weniger ab als wer in Winterberg Ski fährt. Hitzewellen über 35 °C kommen im Rheinland vor, werden aber durch die Nähe zur Küste seltener abgemildert als in Süddeutschland — die Nächte kühlen in NRW seltener richtig ab.
Welche Städte und Räume prägen das Wetterbild?
Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Duisburg bilden das rheinisch-westfälische Kernland, in dem rund zehn Millionen Menschen auf engem Raum leben. Diese Ballung hat einen messbaren Wärmeinsel-Effekt: In klaren Nächten bleiben die Innenstädte drei bis fünf Grad wärmer als das Umland, und bei austauscharmen Wetterlagen sammelt sich darüber Smog. Aachen am Rand der Eifel ist niederschlagsreicher und kühler, Münster im Norden windiger und ausgeglichener. Bonn und Leverkusen profitieren vom Rheintal, das wie ein Kanal für milde Luft wirkt.
Im Bergischen Land, im Sauerland und in der Eifel gilt ein anderes Wetter: Wer von Köln nach Winterberg oder von Bonn nach Monschau fährt, kann im Winter innerhalb von einer Stunde von Grün zu geschlossener Schneedecke wechseln. Die Höhenzüge stauneniederschlag und Kaltluft, und an Inversionswetterlagen im Herbst und Winter liegt das Ruhrgebiet oft tagelang unter einer Hochnebeldecke, während die Berge darüber in der Sonne stehen. Für die Tagesplanung heißt das: das NRW-Wetter ist regionaler, als die kurze Distanz vermuten lässt.
Wann kommt welches Wetter in Nordrhein-Westfalen?
Der Frühling ist im Rheinland oft der angenehmste Abschnitt: trocken, hell und rasch wärmer werdend, mit den ersten Apfelblüten schon im April, während das Sauerland noch mit Spätfrösten kämpft. Der Sommer bringt Höchstwerte meist um 23 bis 27 °C am Rhein, gelegentlich Hitzewellen über 35 °C in Köln und Bonn, und kräftige Nachmittagsegewitter, sobald die Feuchte aus der Biskaya herantransportiert wird. Wer am Wochenende wandern will, sollte im Sommer den Nachmittag im Auge behalten — das Gewitterpotential steigt mit den Höhen.
Der Herbst wird mit zurückkehrenden Atlantiktiefs wechselhafter: viel Regen, viel Wind, gelegentlich ein erster Sturmtief im Oktober, das die Baumblätter vorzeitig reißt. Im Winter bleibt NRW meist schneearm und trüb, im Rheinland oft mit tagelangem Hochnebel unter einer Inversion. Schneesichere Wintersportbedingungen gibt es nur im Sauerland, und auch dort sind sie weniger verlässlich als in den Alpen — wer Pistentage plant, sollte die Schneelage tagesaktuell prüfen.
Regionalklima: redaktionell aufbereitet nach Daten des Deutschen Wetterdienstes und geografischer Lage. Die aktuelle Vorhersage oben stammt aus dem DWD-ICON-Modell über Open-Meteo.
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