Sachsen
6 Städte · von Dresden bis Görlitz
Städte in Sachsen
Wetter und Klima in Sachsen
Sachsen im Osten Deutschlands hat ein bereits deutlich kontinental geprägtes Klima — kältere Winter, heißere Sommer, mehr Sonne und das Erzgebirge als markante Wetterscheide nach Süden.
Was bestimmt das Wetter in Sachsen?
Sachsen grenzt im Osten an Polen und im Süden an Tschechien und reicht vom norddeutschen Flachland im Norden über das Hügel- und Bergland (Lausitz, Erzgebirge) bis in die Höhen des Erzgebirges und des Elbsandsteingebirges. Diese Süd-Exposition gegen die Tschechische Republik und die Lage im Regenschatten nordwestlich der Mittelgebirge prägen das Klima deutlich: es ist trockener, sonniger und kontinentaler als in West- oder Norddeutschland.
Die Westwindwetterlagen erreichen Sachsen meist schon abgeregtert, weil Harz, Thüringer Wald und Rhön vorher Regen abfangen. Im Winter bedeutet das oft Kaltluftvorstöße aus dem Osten, die sächsische Temperaturen deutlich unter das nord- und westdeutsche Niveau drücken. Das Erzgebirge schließlich wirkt als Wetterriegel gegen den Süden — an seiner Nordseite stauneniederschlag, an der Südseite der Regenschatten nach Tschechien.
Wie ist das Klima in Sachsen?
Das Klima ist subkontinental mit größeren Jahresschwankungen als im Westen. Die Jahresmittel liegen im Tiefland und im Elbtal um 9 bis 10 °C, im Erzgebirge deutlich niedriger, auf dem Fichtelberg (1.215 m) bei rund 3 °C. Sachsen hat im Sommer einige der wärmsten und im Winter einige der kältesten Regionen Ostdeutschlands — die Spannweite ist groß, weil das Land sowohl tief gelegene Flussauen als auch hohe Mittelgebirge umfasst.
Der Niederschlag reicht von rund 550 mm im Leipziger Tiefland (eine der trockensten Regionen Deutschlands) bis über 1.100 mm im oberen Erzgebirge. Eine Besonderheit sind die kalten Winter: In Kaltluftseen der Täler und Becken (z. B. Chemnitz, Zschopau) können sich strenge Fröste bis −20 °C einstellen, wenn Schnee und Windstille zusammentreffen. Im Sommer dagegen kann es im Leipziger und Dresdner Raum heiß werden, mit Spitzentemperaturen über 35 °C in Hitzewellen — die Trockenheit macht diese Hitze für die Landwirtschaft zu einer echten Herausforderung.
Welche Städte und Räume prägen das Wetterbild?
Leipzig ist die größte sächsische Stadt und das wirtschaftliche Zentrum; das Wetter hier ist repräsentativ für das Tiefland — warme Sommer, kalte Winter, mäßig niederschlagsreich. Dresden im Elbtal ist klimatisch bevorzugt: das Tal wirkt als Wärmekammer, und der Weinbau an den Elbhängen ist eine kleine Besonderheit Ostdeutschlands. Chemnitz und Zwickau liegen im Erzgebirgsvorland und sind kühler, niederschlagsreicher und im Winter schneereicher.
Görlitz ganz im Osten an der Grenze zu Polen ist kontinental geprägt — heiße Sommer, kalte Winter. Das Erzgebirge mit Annaberg, Schwarzenberg und Aue ist schließlich die große Ausnahme: schneereich, kühl und mit einer langen Wintersportsaison. Wer im Winter von Leipzig ins Erzgebirge fährt, sollte mit Winterreifen und echtem Schneewetter rechnen — die Höhenstraße nach Oberwiesenthal ist bei Schlechtwetter oft gesperrt.
Wann kommt welches Wetter in Sachsen?
Der Frühling setzt sich im Tiefland rasch durch und bringt schon im April oft 18 bis 20 °C, das Erzgebirge bleibt aber noch zurück. Der Sommer ist warm bis heiß, besonders im Leipziger und Dresdner Raum mit Höchstwerten um 26 bis 30 °C und Spitzentagen über 35 °C. Gewitter sind häufig, wenn feuchte Luft aus dem Mittelmeer herangeführt wird.
Der Herbst ist in der Lausitz und im Elbtal oft sonnig und trocken — der Altweibersommer hat hier seinen Namen nicht von ungefähr. Im Erzgebirge beginnt der Winter früh, oft schon im November mit Schnee und Frost. Im Flachland kommt der Winter später, kann aber scharf sein: Kaltluftseen sorgen für strengen Frost und Hochnebel, der tagelang hält. Für Skifahrer ist das Erzgebirge das zuverlässigste sächsische Wintergebiet, mit Saison von Dezember bis März.
Regionalklima: redaktionell aufbereitet nach Daten des Deutschen Wetterdienstes und geografischer Lage. Die aktuelle Vorhersage oben stammt aus dem DWD-ICON-Modell über Open-Meteo.
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