Wetter Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands ist geprägt von der Harz-Insel als einzigem Mittelgebirge und dem norddeutschen Tiefland rundherum — trocken, sonnig und mit klaren regionalen Kontrasten. Aktuelle Vorhersage für 3 Städte — von Magdeburg bis Dessau. Live-Daten, stündlich und im 10-Tage-Trend.

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Sachsen-Anhalt

3 Städte · von Magdeburg bis Dessau

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Klima & Wetter

Wetter und Klima in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands ist geprägt von der Harz-Insel als einzigem Mittelgebirge und dem norddeutschen Tiefland rundherum — trocken, sonnig und mit klaren regionalen Kontrasten.

Was bestimmt das Wetter in Sachsen-Anhalt?

Sachsen-Anhalt liegt östlich von Niedersachsen und westlich von Sachsen/Brandenburg und reicht vom Harz im Südwesten über die Börde und das Mittelelbe-Tal bis in die Altmark im Norden. Geografisch prägend sind zwei Elemente: der Harz als isoliertes Mittelgebirge, das eine eigene Wetterinsel bildet, und das weite norddeutsche Tiefland, das von atlantischen Westwinden geprägt wird, aber schon deutlich kontinentalere Züge trägt.

Die Westwinde erreichen Sachsen-Anhalt nach den Regenfallen von Eifel, Sauerland und Harz-Vorgebirge meist abgeregtter — das Land gehört mit Jahresniederschlägen um 500 mm zu den trockensten Regionen Deutschlands. Der Harz dagegen ist eine eigene Welt: stauniederschlag an der Nordwestseite, Regenschatten an der Südostseite (wo das trockene Harzvorland liegt), und mit dem Brocken (1.141 m) eine eigene hochmontane Wetterzone.

Wie ist das Klima in Sachsen-Anhalt?

Das Klima ist subkontinental-ozeanisch: kältere Winter als im Westen, heißere Sommer, geringere Niederschläge. Die Jahresmittel liegen in der Magdeburger Börde und im Halle-Leipziger Raum bei 9 bis 10 °C, in der Altmark bei 9 °C, und auf dem Brocken bei knapp 3 °C. Die Spannweite der Temperaturen im Jahreslauf ist groß: im Sommer werden in Halle und Magdeburg nicht selten 33 bis 35 °C erreicht, im Winter können in klaren Nächten der Börde und der Elbaue −15 bis −20 °C auftreten.

Der Niederschlag ist mit 450 bis 550 mm im Flachland (eine der trockensten Regionen Deutschlands) gering, im Harz mit über 1.600 mm hoch. Eine Besonderheit sind die Kaltluftseen in den Tälern und Niederungen: Im Herbst und Winter kann sich über dem kalten Flachland tagelang Hochnebel halten, während die Sonne am Brocken darüber scheint — der klassische November in Magdeburg und Halle.

Welche Städte und Räume prägen das Wetterbild?

Magdeburg ist die Landeshauptstadt und liegt an der Mittelelbe — das Wetter hier ist repräsentativ für das Tiefland: trocken, gemäßigt und selten extrem. Halle an der Saale ist wärmer und sonniger, und das nahe Halle-Leipziger-Ballungsraum gehört im Sommer zu den wärmsten Ostdeutschlands. Dessau und Wittenberg im Elbtal haben das milde Flusstal-Klima, sind aber immer noch kontinental geprägt.

Der Harz mit Wernigerode, Quedlinburg, Thale und den Berggemeinden wie Braunlage und Schierke ist die große Ausnahme: kühler, niederschlagsreicher, schneereich — mit einer Skisaison, die mit dem Sauerland mithalten kann. Wer von Magdeburg nach Braunlage fährt, kann im Winter innerhalb einer Stunde vom trüben Flachland ins winterliche Mittelgebirge wechseln.

Wann kommt welches Wetter in Sachsen-Anhalt?

Der Frühling ist im Tiefland schnell da — schon im April stehen oft 18 bis 20 °C an, und die Börde blüht. Der Sommer ist warm bis heiß, besonders in Halle und im Elbtal, mit Höchstwerten um 27 bis 30 °C und Spitzentagen über 35 °C. Trockenheit ist im Sommer ein reales Thema — die Niederschlagsarmut des Tieflandes kann zu Dürreperioden führen, die die Landwirtschaft treffen.

Der Herbst beginnt meist sonnig und trocken, weicht aber im November der klassischen Hochnebellage. Der Winter ist im Flachland meist mild bis mäßig kalt mit Schnee und Frost, aber selten lang anhaltend; im Harz dagegen herrscht echter Winter mit Schneedecke, Frost und Skibetrieb. Wer Skilaufen will, findet im Harz das zuverlässigste Wintersportgebiet Ostdeutschlands.

Regionalklima: redaktionell aufbereitet nach Daten des Deutschen Wetterdienstes und geografischer Lage. Die aktuelle Vorhersage oben stammt aus dem DWD-ICON-Modell über Open-Meteo.

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